David Gieselmann (Interview): Si tacuisses, Franz!

Mittwoch, 5. Juli 2006


WM-Devotionalien in jedem Schaufenster, Experten auf allen Kanälen, „ein Volk, ein Land, ein Fussball": Nervt dich die allgemeine Mobilmachung im Zeichen des Fußballs?
Natürlich nervt das wahnsinnig. Im Falle der WM ist jedoch das Genervtsein schon wieder Konsens, so daß es fast noch mehr nervt, daß alle so genervt sind. So bin ich jetzt wieder an dem Punkt, wo ich sage: Nutellagläser im Fußballdesign sind doch der eine Wahnsinn.

Was machen Sie fußballerisch zwischen dem 9. Juni und 9. Juli 2006: flüchten, standhalten – oder mitmachen?
Ganz klar: Mithalten. Der WM kann man sich nicht entziehen, selbst vor vier Jahren hat man ja um 8 Uhr Fußball geschaut. Diese WM war der Gipfel des Latte Machiato-Booms, weil diese Kaffeeform hier zusätzlich zum Symbol einer relaxten Lebenshaltung als Ersatz für Bier herhalten mußte. Das nur nebenbei bemerkt.


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K.v.d. Leyen (Interview)

Mittwoch, 28. Juni 2006


WM-Devotionalien in jedem Schaufenster, Experten auf allen Kanälen, „ein
Volk, ein Land, ein Fußball": Nervt Sie die allgemeine Mobilmachung im
Zeichen des Fußballs?

Sollte mich das stören, wenn ich WM-Cola trinken muß zum WM-Gouda auf meinem Fußballbrötchen? Neulich wurde ich von der Presseabteilung einer Sex-Spielzeug-Firma darauf hingewiesen, dass sie rechtzeitig zur WM nun auch Vibratoren in Fußball-Motiven herausgebracht hätten. Das nenne ich kreativ.

Was machen Sie fußballerisch während der WM: flüchten, standhalten - oder mitmachen?
Ich werde einen Volleyballkurs belegen, um meine Balltechnik zu verbessern.


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Michael Naumann (Interview): Magie & Zufall

Samstag, 17. Juni 2006


WM-Devotionalien in jedem Schaufenster, Experten auf allen Kanälen, „ein Volk, ein Land, ein Fussball": Nervt Sie die allgemeine Mobilmachung im Zeichen des Fußballs? Die einzige Mobilmachung, die mich ängstigen könnte, wäre eine militärische.

Was machen Sie fußballerisch eigentlich zwischen dem 9. Juni und 9. Juli 2006: flüchten, standhalten – oder mitmachen? Ich befinde mich während der WM buchstäblich auf hoher See. Ich fürchte, dass das auch für unsere Mannschaft zutrifft.

Ihr schönstes WM-Erlebnis? Die Möglichkeit, zwischen Teppichstangen das WM-Finale von 1954 als 12-Jähriger mit gleichaltrigen Freunden nachspielen zu können.


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Martin Grüning (Interview): Mr. Cool meets Mr. Kahn

Mittwoch, 14. Juni 2006


In Einzelklausur, im Freundeskreis oder vor Grossbildleinwänden: Wie werden Sie sich Ihre liebsten WM-Spiele anschauen? Von allem ein bisschen... Ihr schönstes WM-Erlebnis? Endspiel 1974 (ich war 12 Jahre alt) bei Tante Hanni auf dem Sofa! Zuhause gab's noch keinen Fernseher, deshalb weiß ich nicht, ob das Fernsehschauen ansich oder der Sieg spannender war... Lothar Matthäus verdankt die Welt den herrlichen Satz: "I hope we have a little bit lucky" - ein prima WM-Motto für die Klinsmannschaft. Oder was trauen Sie "UNS" zu? Fiiiiiinale, oho, Fiiinale.


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Florian Weber (Interview): 333 Würstel

Montag, 12. Juni 2006


WM-Devotionalien in jedem Schaufenster, Experten auf allen Kanälen, ein Volk, ein Land, ein Fußball": Nervt Sie die allgemeine Mobilmachung im Zeichen des Fußballs?
Was war anderes zu erwarten? Das größte Sportereignis wirft seine Schatten und es liegt an uns, aus diesen Schatten zu treten und ein freudiges Fest daraus zu machen. man darf sich vom Overkill nicht negativ beeinflussen lassen. Ab 9. Juli ist alles vorbei und wir würden uns wünschen, dass alles nochmal von vorne anfängt. Also: genießen! Was machen Sie fußballerisch eigentlich zwischen dem 9. Juni und 9. Juli 2006: flüchten, standhalten – oder mitmachen?
Aktiv alle Spiele nachspielen, die man am Vortag noch passiv bestaunt hat.


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Katharina von der Leyen

Montag, 12. Juni 2006


WM-Devotionalien in jedem Schaufenster, Experten auf allen Kanälen, „ein Volk, ein Land, ein Fußball": Nervt Sie die allgemeine Mobilmachung im Zeichen des Fußballs?
Sollte mich das stören, wenn ich WM-Cola trinken muß zum WM-Gouda auf meinem Fußballbrötchen? Neulich wurde ich von der Presseabteilung einer Sex-Spielzeug-Firma darauf hingewiesen, dass sie rechtzeitig zur WM nun auch Vibratoren in Fußball-Motiven herausgebracht hätten. Das nenne ich kreativ.



Was machen Sie fußballerisch zwischen dem 9. Juni und 9. Juli 2006: flüchten, standhalten - oder mitmachen?
Ich werde einen Volleyballkurs belegen, um meine Balltechnik zu verbessern.


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11 ist die Zahl

Samstag, 10. Juni 2006



Bäckereien, die pünktlich
zur WM Brötchen in Fußballform ihrer Kundschaft aufdrängen. Banken und Versicherungen, die ihre Rendite-
und Heilsversprechen praktisch ausschließlich im Fußballjargon anpreisen. Fußballernde Devotionalien aller Art weit
draußen im Niemandsland des schlechten Geschmacks … All das könnte
einem die Vorfreude vermiesen, wüssten wir nicht, dass bald der Ball rollt. Und 32 Mannschaften aus aller Welt nur noch auf
eines aus sein werden: Spiele, Tore, Siege.

Jan Weiler, Uwe Seeler, Walter Jens, Michael Naumann, Anette Göttlicher, Lothar Bisky, Petra Gerster & Christian Nürnberger, Dieter Kürten, Hans Leyendecker, Jan Böttcher, Wiglaf Droste, Jenni Zylka, Bodo Mrozek und viele andere: Sie sind UNSERE Experten, die wir befragen, wie es ihnen mit dem Hype um die WM geht. Ob sie im Lande bleiben oder sich in ein ruhiges Exil verkriechen. Wem sie den Titel zutrauen, wer die Überraschungsmannschaft des Turniers – und wie der Bundestrainer nach der Team heißt. (Mit den 11 Fragen haben wir es übrigens nicht so genau genommen. Mal sind es 13, mal 16, manchmal aber auch nur 6. Und manchmal genau 11.)

DER BALL IST RUND. Die Galerie der Leseproben

Sonntag, 4. Juni 2006


«Klinsi killt King Kahn»,«Panzer vor Deutschlands Stadien?», «Rooney am Boden, England am Abgrund»: Bei allem Unterhaltungswert – manchmal nervt die Balkenpresse mit ihrem triumphalistischen oder apokalyptischen Gestus tierisch. Man kann aber auch anderes und anders lesen: mit Ruhe, Genuss und Gewinn. Wir präsentieren Ihnen Ausschnitte (samt Downloads) von folgenden «fußballaffinen» Büchern:

Uwe Seeler: Danke, Fußball!
Jan Weiler, Hans Traxler: Gibt es einen Fußballgott?
Dieter Kürten: Drei unten, drei oben
Günter Netzer: Aus der Tiefe des Raumes
Florian Weber: You’ll never walk alone
Philipp Köster (11 Freunde): Fast jedes Tor ein Treffer
Wiglaf Droste: Zen-Buddhismus und Zellulitis
Friedrich Christian Delius: Der Tag, an dem ich Weltmeister wurde

Einwurf! Rowohlts Fußball-Blog

Sonntag, 14. Mai 2006


Der Countdown läuft, die Tage bis zum Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Deutschland und dem Gast Costa Rica am 9. Juni werden runtergezählt. In dieser Rubrik erwarten wir ein munteres Blogtreiben. Schließlich sind zwischen Elbufer und Isarstrand, Niederrhein und Haveloberlauf viele Millionen ehrenamtliche Bundestrainer (und –trainerinnen) emsig dabei, an den optimalen Mannschaftsaufsstellungen zu feilen.

Nachdem mit der Entscheidung pro Lehmann die T-Frage (vorerst!) gelöst ist, lässt sich trefflich über die I-, die B- oder die S-Frage streiten. Innenverteidigung: oh weh. oh Graus! Wer soll außer B wie Ballack im Mittelfeld offensive Akzente? Und wer soll außer Miroslav Klose im S-turm mal ein Törchen schießen?

Hier können sich ab dem 9. Juni Spezialistinnen und Kenner, patriotisch wie internationalistisch gepolte Ballliebhaber ein munteres Stelldichein geben. Denn an einem sind wir doch alle interessiert: dass das Runde ins Eckige geht – vorausgesetzt es ist das richtige Eck.


Hacke, Spitze …

Sonntag, 14. Mai 2006


«Das Rundsein ist sozusagen die Idealvoraussetzung für die Bewegung auf der Erde.» Das hat Peter Handke herausgefunden. Kann man so sehen, kann man so sagen. Geht aber auch anders. Erstaunlich ist, wie viele große Geister, egal ob Komponisten, Dichterinnen, Politiker, Filmemacher, Malerinnen, Philosophen etc. sich für die Magie des Balles begeistern konnten. Billard und Boccia, Hockey und Handball, Fuß- und Volleyball, Polo und Kricket, Tennis und Tischtennis. Manchen dient das Runde als künstlerische Inspiration, anderen – wie Friedrich Dürrenmatt – hat die Ballleidenschaft den Schlaf geraubt: «Ich kann nach einer Niederlage der Grasshoppers aus Zürich eine Woche lang nicht schreiben.»

Einige der ballverliebten Geistesgrößen stehen im Mittelpunkt der sechs neuen Folgen des Mono-Wissensroulettes auf http://www.monographien.de. Diese Gewinne können sich sehen lassen: ein edler Profi-Tischkicker und drei Nostalgie-Lederbälle von manufactum, außerdem einige attraktiv sortierte Buchpakete.

AUS! DAS SPIEL IST AUS! Die Galerie der Hörproben

Sonntag, 14. Mai 2006

Wer nicht sehen will, kann fühlen. Und wer nicht lesen, kann hören. Dank der freundlichen
Unterstützung von HörbucHHamburg können Sie eine aufregende akustische
Zeitreise machen: wichtige Stationen und Protagonisten des Fußballs in
O-Tönen. Sepp Herberger, Fritz Walter, Uwe Seeler, Ernst Happel, Franz
Beckenbauer, Günter Netzer,  Rudi Michel, Gottfried Dienst, Berti
Vogts. Außerdem eine Reportage über den Tag, an dem der Uruguayer
Ghiggia Brasilien in kollektive Depression stürzte, und Ausschnitte aus
F. C. Delius’ beeindruckender Erzählung Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde, gelesen von Peter Lohmeyerüber das Wunder von Bern.

So hört sich Fußball an!


Kirsten & Elli

Samstag, 13. Mai 2006


Bis zum 9. Juli 2006 werden Kirsten Fuchs aus Berlin-Kreuzberg und Elli Beinhart aus Köln-Nippes die Top-Themen dieser WM mit heißem Herz und kühler Feder frontal angehen. Es geht buchstäblich um alles. – Themen, die die Welt bewegen: Reicht die Dame des Hauses bei TV-Fußballrunden wie weiland 1954 immer noch Schnittchen? Welche Kicker tragen die schönsten Leibchen? Was macht die Fifa mit den unzähligen Millionen, die sie dank knallharter Lizenzierungspolitik einsteckt?

Was zieht frau an, wenn sie sich von den Adrianos und Ronaldinhos dieser Welt vor Großbildleinwänden öffentlich in Ekstase versetzen lässt? Darf man auch als intellektuell nicht debiler Mitbürger an den epidemisch sich ausbreitenden Tippspielen mitmachen, aus denen Wohn-, Büro- und sogar Haus-Gemeinschaften für vier Wochen ihren Lebenssinn saugen? Kirsten und Elli teilen aus, wissen aber auch einzustecken. Die Dichter-ran-Kolumnistinnen warten auf Ihren Kommentar!



Ballaballa! Die Top 100+ der Fußballsprüche

Donnerstag, 11. Mai 2006


Wenn auf dem Platz das Spielgerät wie beim Flippern minutenlang hin und her geht, ohne Sinn und Verstand und vor allem ohne ersichtlichen Raumgewinn, dann liegt es vermutlich wieder am Ball in seiner rätselhaften Eigenbewegung. «Der Ball ist ein Sauhund», das hat Trainer und Weltenbummler Rudi Gutendorf axiomatisch präzise auf den Punkt gebracht. Der Ball – mal hüpft er hierhin, mal dorthin. Philosophisch formuliert könnte diese elementare Fußballregel, auf den neuen WM-Ball mit dem hübschen Namen Teamgeist angewandt, vielleicht so klingen:

«Ich weiß, dass die Rundheit des einen runden Dinges runder ist als die des anderen, und dass man daher bei den runden Dingen zum Runden mit der größten Rundheit gelangen muss, neben der es keine größere gibt, weil man nicht ins Unendliche fortschreiten kann.» Diese kluge Sentenz stammt keineswegs von Mentalcoach Martin Heidegger, sondern von Nikolaus von Kues und ist beeindruckende 500 Jahre alt. Peter Handke, Autor der millionenfach missverstandenen literarischen meditation <i>Die Angst des Tormanns beim Elfmeter</i> assistiert: «Der Fußball hat eine Seele. Sie ist schlaff und leblos, wenn keine Luft in ihr ist. Wird Luft in sie gepumpt, bläht die Seele sich auf …»

Wir wollen aus der Vielzahl witziger, kurioser, schräger Sätze von Fußballern, Trainern, Reportern und anderen Fußball-Aficionados die absolute Top 20 herausdestillieren. Dafür brauchen wir Sie! Das Verfahren ist einfach: Schreiben Sie einen Kommentar zu BALLABALLA und notieren Sie Ihre Top 5 (die Sprüche haben fortlaufende Nummern). Am 10. Jui, dem Tag nach dem Finale, veröffentlichen wir die Hitliste der tollsten Sprüche. Sollten Sie geniale Sprüche kennen, die in unserer Auswahl fehlen – bitte mitteilen! Wir bauen sie in unsere Liste ein. Viel Spaß!




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Die Galerie der Hörproben

Mittwoch, 10. Mai 2006


Dank freundlicher Unterstützung von HörbucHHamburg können wir Ihnen fast zwei Dutzend Hörproben aus folgenden Hörbüchern anbieten:


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Günter Netzer: Aus der Tiefe des Raumes

Dienstag, 9. Mai 2006


Andere mussten jahrelang schuften, ihm genügten wenige Spiele zur Unsterblichkeit», schrieb die
FAZ über den zur Legende gewordenen Spielmacher vobn Borussia
Möchengladbach und Real Madrid. «Faszinierender Spielmacher, preisgekrönter Fußballphilosoph, cleverer Geschäftsmann – was Günter Netzer auch tut, immer kommt er spielerisch zum Erfolg.» (Financial Times) In Aus der Tiefe erzählt Netzer sein Leben: vom Straßenkicker zum Star von Hennes Weisweilers «Fohlenelf», von der personifizierten Extravaganz in den weißen Trikots der «Königlichen» aus Madrid bis zu einem der einflussreichsten Denker und Lenker im Weltfußball.


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